
Die natürlichen Reserven fossiler Brennstoffe sind begrenzt. Wissenschaftler streiten über die Frage, wann sie endgültig zur Neige gehen, aber Fakt ist: Damit wir auch in Zukunft noch Heizen und Autofahren können, müssen neue Energiequellen erschlossen werden. Dabei könnte ein wissenschaftlicher Zufallsfund vor der Küste Südamerikas weiterhelfen: Mikroorganismen unter dem Meeresgrund sind offensichtlich in der Lage, Flüssiggas zu bilden. Ob diese Entdeckung für eine biologische Produktion der bewährten Wärme- und Antriebsenergie genutzt werden kann, das wird derzeit im Forschungszentrum MARUM an der Universität Bremen erforscht. In Laborversuchen sollen dort die bisher unbekannten Stoffwechselprozesse in den Tiefseesedimenten simuliert werden. Erste Experimente sind vielversprechend verlaufen, so dass eines Tages biogenes Flüssiggas das fossile ersetzen könnte. Die bisherigen Tanks, Lager und Transportsysteme lassen sich dann problemlos weiter verwenden.
Juni 2009