
Energieversorgung im ländlichen Raum
Flüssiggas für Heizung, Herd und Gewächshäuser
Wärmeerzeugung geht. Weil Brennwertkessel zusätzlich die versteckte Wärme aus den Abgasen verwerten, lassen sich sowohl Energieverbrauch und Emissionen als auch die Heizkosten deutlich senken. Trotzdem gibt es noch immer ein Stadt/Land-Gefälle beim Einsatz dieser zeitgemäßen Heizungen. Der Grund dafür liegt vermutlich in der Fehleinschätzung, Brennwerttechnik sei nur etwas für Regionen mit Gasnetzanschluss. Dabei lässt sich der Wärmekomfort moderner Gasheizungen heute auch in ländlichen Regionen nutzen, die weit entfernt vom Leitungsnetz liegen. Das gleiche gilt für abgelegene Neubaugebiete, für die sich eine Pipeline-Erweiterung nicht rechnet. In all diesen Fällen steht für Gasheiztechnik der Brennstoff Flüssiggas zur Verfügung. Die besondere Qualität dieser Gasvariante: Unter geringem Druck in einem Behälter verflüssigt sie sich und nimmt dann nur noch etwa 1/260 des gasförmigen Volumens ein. Dadurch ergibt sich eine praktisch uneingeschränkte Mobilität, weil große Mengen Flüssiggas mit einem Straßentankwagen zu jedem gewünschten Standort transportiert werden können. Nicht nur in der Landwirtschaft und der Gastronomie wird die leitungsunabhängige Energie deshalb geschätzt. Auch in Wohnhäusern abseits der Ballungsräume bietet sich Flüssiggas für Heizung und Warmwasserbereitung an. Gelagert wird der Brennstoff in einem Tank außerhalb des Gebäudes. Wegen der ökologisch unbedenklichen Eigenschaften von Flüssiggas ist das sogar in Wasserschutzgebieten ohne jede Auflage gestattet. Die Anwendungsvielfalt der Allround-Energie Flüssiggas kommt außerhalb der Großstädte besonders zum Tragen: Neben der Gasheizzentrale und einem modernen Küchen-Gasherd kann beispielsweise auch eine Gewächshaus-Beheizung aus dem Tank versorgt werden. Die Erntezeit für Gemüse und Salate lässt sich auf diese Weise auf das ganze Jahr ausdehnen, ohne dass die verglaste Schutz-Behausung für Pflanzen auf eine öffentliche Gas- oder Stromzuleitung angewiesen ist.
Foto: Supress (No. 4001)
Oktober 2008
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