
Die gute Nachricht zuerst: In den 40 Industrieländern, die der UN-Klimarahmenkonvention angehören, konnte der Ausstoß von Treibhausgasen seit 1990 insgesamt um knapp fünf Prozent gesenkt werden. Ein Blick auf die neueste Phase dieses Zeitraums offenbart jedoch auch die schlechte Nachricht. In den Jahren 2000 bis 2006 – so die derzeit aktuelle Statistik des UNO-Klimasekretariats – stiegen die Emissionen wieder an: um 2,3 Prozent von 17,6 auf 18 Milliarden Tonnen. Eine der Konsequenzen: Die Länder der Europäischen Union sind von ihrem Ziel, bis zur so genannten Verpflichtungsperiode (2008 bis 2012) ihren Klimagasausstoß gemeinsam um acht Prozent zu reduzieren, noch weit entfernt. Die bisherige EU-Bilanz kommt lediglich auf ein Minus von 2,7 Prozent.
Trotz aller Anstrengungen zur Energieeinsparung also längst noch kein Grund zur Entwarnung, auch wenn Deutschland seinen selbstgesteckten Zielen (minus 21 Prozent) mit minus 18,5 Prozent immerhin schon nahe kommt. In einem jetzt von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgelegten „Nationalen Energieeffizienzplan“ wird das Gebot der Stunde so beschrieben: „Eine ambitionierte Strategie, die auf einen deutlich niedrigeren Energieverbrauch und die Steigerung der Energieeffizienz setzt, ist der viel versprechendste Weg, um die Treibhausgase zu reduzieren und die Abhängigkeit von Energieimporten zu vermindern.“ Mit anderen Worten: Dort wo Energie erforderlich ist, sollte sie so sinnvoll und wirkungsvoll wie möglich eingesetzt werden.
Gelegenheit, auf diese Weise den Energieverbrauch und damit die Emissionen zu senken, gibt es auch im privaten Haushalt. Vor allem im Austausch veralteter Heiztechnik durch zeitgemäße, verbrauchsarme Wärmeerzeuger liegt ein enormes Einsparpotenzial. Ein um bis zu 40 Prozent geringerer Brennstoffbedarf bei gleichzeitig höherem Heizkomfort macht z. B. moderne Gas-Brennwertkessel zu Meistern in Sachen Energieeffizienz. In welchem Maße sich durch fortschrittliche Gebäudetechnik die Brennstoff-Verwertung steigern lässt, belegt ein Blick auf die mobile Energie Flüssiggas. Die Nutzer dieses schadstoffarmen Brennstoffs haben 2006, also im Berichtsjahr des Klimasekretariats, rund 24 Prozent weniger verbraucht als noch sieben Jahre zuvor. Die klimatischen Schwankungen sind dabei schon eingerechnet. Hauptursachen dieses Spar-Effektes: Verbesserte Heiztechnik, flexiblere Regelungsmöglichkeiten, die Integration erneuerbarer Energien etwa durch Solaranlagen und nicht zuletzt ein gestiegenes Umweltbewusstsein der Verbraucher. Beste Voraussetzungen für die ehrgeizigen Ziele der UN-Klimarahmenkonvention. 
Januar 2009