
Versorgung ohne lange Leitung Flüssiggas:
Mobile Energie für 3,5 Mio. Endverbraucher
Vieles von dem Gas, das in Deutschland zum Heizen gebraucht wird, kommt über lange Pipelines aus den jeweiligen Förderländern. Dabei werden manchmal Tausende von Kilometern zurückgelegt und mehrere Staatsgebiete durchquert, bis das Gas letztlich per Netzanschluss in unserem Heizungskeller landet. Es geht aber auch ohne lange Leitung: Für die Verteilung der mobilen Energie Flüssiggas müssen keine Pipelines verlegt werden. Diese Gasvariante ist leicht transportabel und kann flexibel an jedem beliebigen Standort eingesetzt werden – auch dort beispielsweise, wo sich der aufwändige leitungsgebundene Anschluss weniger Häuser gar nicht lohnt. In Deutschland ist dafür im Laufe der Jahre eine moderne Versorgungs-Infrastruktur aufgebaut worden, von der nicht nur private Gasheizungsbesitzer profitieren. Flüssiggas wird als leicht handhabbarer und schadstoffarmer Brennstoff für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen geschätzt – in Gastronomie, Landwirtschaft und Industrie, beim Straßenbau, im Camping-Urlaub sowie immer häufiger als schadstoffarme Kraftstoff-Alternative fürs Auto. Rund 3,5 Mio. Flüssiggas-Nutzer sind es allein in Deutschland, denen das leitungsunabhängige Gasversorgungsnetz die gewünschte Energie liefert. Mehrere See- und Binnenterminals, rund 140 Großläger sowie eine Flotte aus über 1.600 Bahnkesselwagen und ca. 550 Straßentankwagen gewährleisten bundesweit die Versorgungssicherheit der Verbraucher. Selbst in lang anhaltenden Kälte-Perioden müssen die Nutzer einer Flüssiggas-Heizung keine Lieferengpässe befürchten. Das flächendeckende Netz aus Lägern, Reserve- und Transport-Systemen schafft Nachschub innerhalb kürzester Zeit dorthin, wo er gerade benötigt wird. Die Versorgungsunternehmen, die dieses Gasnetz ohne lange Leitung betreiben und permanent den neuesten technischen Standards anpassen, haben sich im Deutschen Verband Flüssiggas e. V. (DVFG) zusammengeschlossen. Der Verbraucher hat dadurch den Vorteil, sich im Internet auf einer einzigen Seite (www.dvfg.de) einen Überblick über alle Anbieter verschaffen und so den geeigneten Partner für seine Brennstofflieferungen auswählen zu können.
Grafik: Supress (No. 3989)
September 2008
