Umweltschonung mit Flüssiggas

Im Unterschied zu Heizöl darf Flüssiggas auch in Wasserschutzgebieten gelagert werden, denn es ist nicht wassergefährdend. Wasserschutzgebiete sind wichtige Reservoire für die öffentliche Trinkwasserversorgung. Wer in solch einer naturnahen Umgebung wohnen möchte, muss sich daher mit erheblichen Auflagen auseinandersetzen.

Insbesondere bei der Lagerung flüssiger Brennstoffe muss jedes Risiko ausgeschlossen werden, dass etwa Undichtigkeiten der Tanks oder Leitungen das Wasser verunreinigen. Mit einer Flüssiggas-Heizung können Sie diese Auflagen einfach erfüllen.

Aber Flüssiggas hat auch weitere Umweltvorteile hinsichtlich seiner Nutzung: Der Energieträger erzeugt bei der Verbrennung wesentlich weniger klimaschädliches CO2 als beispielsweise Heizöl.

2,8 Millionen Heizungsanlagen ließen sich umstellen

Mit Flüssiggas betriebene Heizungen verursachen im Schnitt etwa 15 Prozent weniger CO2 als Heizungen, die Heizöl zur Wärmeerzeugung nutzen. Das macht Flüssiggas als nicht leitungsgebundener Energieträger insbesondere in ländlichen Regionen zu einer attraktiven Alternative: Insgesamt könnten 2,8 Millionen bisher mit Heizöl betriebene Heizungsanlagen auf Flüssiggas umgestellt werden. Dadurch ergäbe sich für Deutschland allein durch einen Energieträgerwechsel von Heizöl zu Flüssiggas eine jährliche CO2-Reduktion von insgesamt 2,9 Millionen Tonnen. Der Umstieg auf ein flüssiggasbetriebenes System, zum Beispiel auf moderne Gas-Brennwerttechnik, lohnt sich also für die Umwelt und ist nicht kompliziert.

Kaum Feinstaub und fast keine Stickoxide

Flüssiggas trägt zur Luftreinhaltung bei: So entsteht bei der Verbrennung von Flüssiggas so gut wie kein Feinstaub, weder in Heizungsanlagen noch in den Motoren von Fahrzeugen, die Autogas als Kraftstoff nutzen. Als Verursacher der globalen Klimaerwärmung liegen Feinstaub und die darin enthaltenen Rußpartikel (Kohlenstoff) an zweiter Stelle hinter CO2, weil sie das Sonnenlicht absorbieren anstatt zu reflektieren. Mit seinen geringen Feinstaub- und Ruß-Emissionen bietet Flüssiggas Vorteile gegenüber anderen Energieträgern, zum Beispiel gegenüber Pellet-Heizungen im Wärmemarkt und gegenüber Benzinfahrzeugen im Bereich Mobilität. Dasselbe gilt für den Ausstoß von Stickoxiden: Auch hier schont Flüssiggas Luft und Klima deutlich stärker als andere Energieträger und Dieselfahrzeuge.

Doch auch der Energieträger selbst entwickelt sich weiter: Mit Biopropan, einem regenerativen Flüssiggas, steht zum Beispiel bald eine neue Form von Flüssiggas zur Verfügung. Biopropan kann aus biogenen Abfall- und Reststoffen sowie Pflanzenölen erzeugt werden. Es erfüllt die strengen Anforderungen der deutschen Nachhaltigkeitsverordnung und kann sowohl zum Heizen als auch als Kraftstoff eingesetzt werden, ohne dass die jeweiligen Anlagen – also Heizungen oder Motoren – dafür umgerüstet werden müssen. Leider sind die politischen Rahmenbedingungen für den Einsatz und die Nutzung von biogenem Flüssiggas noch nicht gegeben. Wie diese Rahmenbedingungen gestaltet werden sollten, hat der Deutsche Verband Flüssiggas e.V. in einer Stellungnahme skizziert.