Heizung modernisieren: Bis zu 40 % Zuschuss vom Staat sichern

Eine zuverlässige Heizungsanlage macht das Zuhause gemütlich und sorgt für ein entspanntes Wohlfühlklima. Doch: Millionen Heizungen in Deutschland sind in die Jahre gekommen, arbeiten altersbedingt ineffizient und verbrauchen zu viel Energie. Das führt zu hohen Kosten.

Rund ein Drittel des Verbrauchs der Endenergie hierzulande entfällt auf Wohngebäude – vor allem für Heizung und Warmwasser. Daher steckt in diesem Bereich großes Einsparpotenzial: Eine modernisierte Heizungsanlage lohnt sich – für den eigenen Geldbeutel und das Klima. Denn mit einem Wechsel zu einer klimafreundlichen und emissionsarmen Flüssiggas-Heizung winken Heizungsmodernisierern staatliche Fördermittel und von bis zu 40 Prozent ihrer Kosten.

Neues Förderprogramm für die Heizungsmodernisierung:
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Für ein Drittel der Haus- und Wohnungseigentümer in Deutschland ist eine hohe staatliche Förderung für die Heizungsmodernisierung besonders wichtig. Das ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Verbandes Flüssiggas. Seit Januar 2021 profitieren sie von der Bundesförderung für effiziente Gebäude. Gefördert werden unter anderem der Einbau effizienter Wärmeerzeuger und der Anschluss an ein nicht öffentliches Gebäudenetz, das erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent einbindet.

Der Einbau einer modernen Flüssiggas-Hybrid-Heizung, die beispielsweise durch Solarthermie erneuerbare Energien integriert, wird in der Basis-Förderung mit 30 Prozent der Kosten bezuschusst. Beim Austausch einer Ölheizung kommt zur Basis-Förderung noch ein Bonus von 10 Prozent hinzu. So können Heizungsmodernisierer 40 Prozent der Kosten ihrer neuen Flüssiggas-Hybrid-Heizung erstattet bekommen. Ebenfalls förderfähig – mit 20 Prozent der Kosten – ist der Einbau einer Flüssiggas-Brennwertheizung, die auf eine spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet ist („Renewable Ready“).

 

Warum werden moderne Flüssiggas-Heizungen so stark gefördert?

Flüssiggas schont die Umwelt. Der Energieträger verursacht bei der Verbrennung deutlich weniger CO2 als Heizöl. Außerdem entstehen bei der Verbrennung kaum Ruß und Feinstaub. Dadurch kann Flüssiggas als Wärmeträger sogar in Natur- und Wasserschutzgebieten zum Einsatz kommen.

Gasbrennwert-Heizung
(„Renewable Ready“):

20 % Kostenerstattung

Die Gas-Brennwertheizung ist in der Bestandssanierung Deutschlands die Nummer 1. Die Heiztechnologie ist zuverlässig, wartungsarm und sparsam im Verbrauch.

Eine moderne Flüssiggas- Brennwertheizung spart gegenüber einem veralteten Modell 30 Prozent Energie. Im Vergleich zu einer Öl-Brennwertheizung überzeugt viele Heizungsmodernisierer auch die bessere ökologische Bilanz: Modelle auf Flüssiggas-Basis emittieren bis zu 15 Prozent weniger klimaschädliches CO2.

Gas-Hybrid-Heizung bei Einbindung erneuerbarer Energien:

Bis zu 40 % Kostenerstattung

Einen noch geringeren CO2-Fußabdruck hinterlässt, wer seine moderne Gas-Brennwertheizung mit einer Solarthermie-Anlage auf dem Dach kombiniert.

Sie übernimmt in der wärmeren Jahreszeit die Warmwasseraufbereitung – dank Sonnenenergie ganz ohne Zusatzkosten und klimaneutral. In einem Vier-Personen-Haushalt können so jährlich bis zu 60 Prozent des Energiebedarfs zur Erzeugung von Warmwasser natürlichen Ursprungs sein.

Steuerbonus als Alternative zur Bundesförderung für effiziente Gebäude

Wer sein Wohneigentum selbst nutzt, kann die Kosten für die Modernisierung des Heizungssystems von der Steuer absetzen. Voraussetzung dafür: Das Haus ist älter als zehn Jahre und für die Modernisierungsmaßnahmen wurden keine staatlichen Fördermittel oder andere Steuerboni eingesetzt. Ein Vorteil des Steuerbonus: Er kann im Nachhinein mit der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Die Mittel der Bundesförderung für effiziente Gebäude müssen hingegen vor dem Einbau der neuen Heizungsanlage beantragt werden. Zudem ist der bürokratische Aufwand gering: Die Kosten werden anerkannt, wenn die Heizungsmodernisierung durch ein Fachunternehmen installiert wurde und eine Bescheinigung über den Einbau gemäß den technischen Anforderungen vorliegt.

Der Steuerbonus im Überblick:

  • 20 Prozent der Aufwendungen
  • maximal 40.000 Euro
  • verteilt auf drei Jahre

CO2-Preisaufschlag: Ein weiterer Grund von Heizöl zu Flüssiggas zu wechseln

Seit Januar 2021 wird für fossile Brennstoffe ein CO2-Preisaufschlag fällig. Der Einstiegspreis liegt 2021 bei 25 Euro pro Tonne CO2, bis zum Jahr 2025 steigt er schrittweise auf 55 Euro an. Angesichts der besseren CO2-Bilanz schneidet der emissionsarme Energieträger Flüssiggas im Vergleich mit Heizöl deutlich besser ab. Durch den steigenden CO2-Preis wird der Umstieg zu klimaschonenden Heiztechnologien künftig noch attraktiver – z. B. zu einer Flüssiggas- Brennwertheizung oder einer Flüssiggashybrid-Heizung, die erneuerbare Energien einbindet.

Ein Rechenbeispiel:
Heizungsmodernisierer können bei einem Gebäude der Energieklasse E mit einer Nutzfläche von 180 m2 mit dem Wechsel von einer 25 Jahre alten Ölheizung zu einer Flüssiggas-Brennwerttherme bereits im ersten Jahr 490 Euro an Energiekosten sparen. Aufgrund des geringeren CO2-Preisaufschlages im Vergleich zu Heizöl kann die Gesamtersparnis mit Flüssiggas bis 2025 auf über 2.600 Euro anwachsen*. Dieser Betrag entspricht etwa einem Drittel der Kosten für den Austausch der Heizung.

*Preisbasis: über 2019 und 2020 gemittelte Durchschnittspreise für Flüssiggas und Heizöl; Quelle: Brennstoffspiegel + Mineralölrundschau, Ausgabe 8/2020