Heizungsmodernisierung: staatliche Förderung beantragen

Die Finanzierung einer Heizungsmodernisierung durch eine Förderung ist möglich: Wer sein altes Heizgerät durch eine moderne, effizient arbeitende Heizung ersetzen lässt und damit etwas für die Umwelt tut, kann staatliche Fördergelder nutzen. Die Förderungen können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet zudem Ergänzungskredite an.

Entsprechende Programme zur gezielten Förderung werden regelmäßig aktualisiert oder neu aufgelegt. Neben bundesweiten Programmen gibt es auch Investitionszuschüsse der Länder. Das SHK-Fachhandwerk informiert über die aktuellen Möglichkeiten und unterstützt gern bei der Antragstellung.

Kontakt

Deutscher Verband Flüssiggas e. V.
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Heizungsmodernisierung planen und Förderung erhalten

Für Heizungsmodernisierungen, die auf erneuerbare Energien setzen, stellt die Bundesregierung attraktive Förderungen bereit. Das geht beispielsweise mit dem Einbau von heizungsunterstützenden solarthermischen Anlagen oder Wärmepumpen. Im Zentrum stehen dabei Förderungen für den Gebäudebestand, aber auch der Einsatz dieser Technologien in Neubauten ist unter bestimmten Bedingungen förderfähig. Die Höhe der Förderung hängt unter anderem von der gewählten Technik und dem Umfang der Maßnahme ab.

Seit Januar 2020 gibt es für Heizungsmodernisierungen neue Förderungen: Beim Wechsel zu einer Gas-Hybridheizung mit einem Anteil von mindestens 25 Prozent erneuerbarer Energien winken ein Investitionszuschuss und eine Wechselprämie von bis zu 40 Prozent. Diese Förderung gilt auch für Flüssiggas-Hybridheizungen. Die Kombination von Flüssiggas mit Solarthermie hat sich in der Praxis bereits bewährt. Wer nicht sofort erneuerbare Energien als Mitspieler integrieren möchte, kann auch schrittweise vorgehen und die Förderung auf diesem Weg nutzen: Bei der Entscheidung für eine moderne Gas-Brennwertheizung, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet ist, gibt es 20 Prozent Zuschuss. Diese Anlagen werden auch als „renewable ready“ bezeichnet. Nähere Informationen zu den Förderzuschüssen liefert die Website des BAFA. Anträge können dort ebenfalls heruntergeladen werden.

Auch für Heizungsoptimierungen zahlt das BAFA weiterhin Zuschüsse, zum Beispiel für den Ersatz der Heizungspumpen oder der Pumpen, die das warme Wasser im Haus zirkulieren lassen. Außerdem unterstützt das BAFA den sogenannten hydraulischen Abgleich, also die Optimierung des Durchflusses des Heizwassers durch Armaturen, Ventile und Heizkörper.

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Die KfW bietet Ergänzungskredite zu den seit Januar 2020 geltenden BAFA-Förderungen an. Der Ergänzungskredit Energieeffizient Sanieren kann sowohl für Gas-Hybridheizungen als auch für „renewable ready“-Heizungen mit einer späteren Integration erneuerbarer Energien beantragt werden. Informationen zu den genauen Konditionen und zur Antragstellung hält die Website der KfW bereit.

Sanierungskosten von der Steuer abschreiben

Alternativ zu den oben beschriebenen Zuschüssen und Krediten können Selbstnutzer die Sanierungskosten für die Erneuerung oder Optimierung von Heizungsanlagen ihres Wohneigentums von der Steuer absetzen. Für jedes Objekt ist ein Förderbetrag in Höhe von 20 Prozent der Aufwendungen, höchstens sind jedoch 40.000 Euro im Laufe von drei Jahren absetzbar.