Stabil, sicher, für jeden Bedarf: der Flüssiggas-Tank

Der Flüssiggas-Tank im eigenen Garten – egal ob ober- oder unterirdisch verbaut – garantiert dem Hausbesitzer ein hohes Maß an Unabhängigkeit: Mit Flüssiggas als Energieträger lassen sich effiziente Gastechnologien auch dort nutzen, wo kein Anschluss an das Erdgasnetz besteht, zum Beispiel in ländlichen Regionen. Gegenüber dem ebenfalls nicht leitungsgebundenen Heizöl punktet Flüssiggas durch einen niedrigeren CO2- und Schadstoffausstoß. Flüssiggas verbrennt also sauberer und umweltschonender als Heizöl. Die vielen Vorteile von Flüssiggas haben schon rund 600.000 Verbraucher überzeugt, die den Energieträger zum Beheizen ihrer Wohnräume und zur Warmwasserbereitung nutzen.

Flüssiggas-Tanks sind in verschiedenen Größen erhältlich, optimal dimensioniert je nach Verbrauch des Kunden, der beheizten Fläche, der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und deren Heizgewohnheiten. Üblich ist eine Lagermenge zwischen einer und drei Tonnen Flüssiggas.

Oberirdische Flüssiggas-Tanks sind hell lackiert, unterirdische Tanks mit Epoxidharz beschichtet. Beide Tankvarianten sind ausgestattet mit:

  • einem Füllventil mit doppelt wirkender Rückschlagklappe,
  • einem Flüssigentnahmeventil mit Tauchrohr,
  • einem Gasentnahmeventil mit Überfüllsicherung und Prüfanschluss,
  • einem Sicherheitsventil zum Schutz gegen Überdrück und
  • einer Inhaltsanzeige, gegebenenfalls mit Datenfernübertragung zum Versorgungsunternehmen.

Der Tank: oberirdisch oder unterirdisch

Flüssiggastanks können unter freiem Himmel im Garten aufgestellt oder unter der Erdoberfläche eingegraben werden. Ein oberirdischer Flüssiggas-Tank steht in der Regel auf einem Beton-Fundament. Diese Flüssiggas-Tanks müssen in einer hellen Farbe lackiert sein, also beispielsweise weiß, hellgrün oder hellblau. Die helle Farbgebung schützt vor starkem Aufheizen bei intensiver Sonneneinstrahlung. Im Abstand von drei Metern um die Armaturen des Behälters dürfen sich keine offenen Kanäle, Schächte oder Öffnungen zu tiefer gelegenen Räumen befinden.

In Ausnahmefällen können Flüssiggas-Tanks auch oberirdisch in einem geschlossenen Raum aufgestellt werden, zum Beispiel in einem Nebengebäude oder einer Garage. Hierfür müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, die in den Technischen Regeln Flüssiggas festgeschrieben sind.
 

Bei einer unterirdischen Installation hebt zunächst ein Bagger eine Grube aus, anschließend senkt ein Kranwagen den Stahltank auf ein in der Grube vorbereitetes Sandbett. Der eingesetzte Tank wird anschließend auch rundherum mit einer mindestens 20 Zentimeter breiten Schicht "eingesandet" – dabei wird der Tank horizontal ausgerichtet. Zum Schluss wird er noch mit einer mindestens 0,5 Meter tiefen bepflanzbaren Erdschicht abgedeckt. Die Tankarmaturen bleiben dabei über dem sogenannten Domschacht zugänglich.

Grundsätzlich sollte beachtet werden, dass der Tank nicht zu weit entfernt von einer Abstellmöglichkeit für einen Tankwagen installiert wird. Denn der Schlauch, über den Flüssiggas bei der Anlieferung – ähnlich wie Heizöl – in den Tank gepumpt wird, hat in der Regel eine Maximallänge von 25 bis 30 Metern.

Sichere Geräte, sicherer Betrieb

Flüssiggas-Tanks können käuflich erworben oder gemietet werden. Hat ein Hauseigentümer den Tank bei einem Flüssiggas-Versorgungsunternehmen gemietet, dann ist der Versorger in der Regel auch für den sicheren und rechtskonformen Betrieb des Flüssiggas-Behälters zuständig.

Installation, Befüllung und Wartung gehören in die Hände von Fachunternehmen. Die Wartungen erfolgen regelmäßig, die Intervalle sind abhängig von den Tankarten und der Art der Aufstellung. Im Regelfall ist alle zwei Jahre ein Sicherheits-Check und alle zehn Jahre eine wiederkehrende Prüfung durch einen Sachverständigen notwendig. Ein mangelfreier Behälter kann bei regelmäßiger Prüfung und Wartung über mehrere Jahrzehnte an seinem Standort verbleiben.