Der Klassiker unter den Heizungen: Gas-Brennwert

Temperaturregler an einem Flüssiggas-Brennwert-Kessel

Die Gas-Brennwertheizung ist Deutschlands Nummer eins, wenn es um den Einbau einer neuen Heizung in einem Ein- oder Zweifamilienhaus geht. Keine andere Heiztechnologie wird derzeit so oft bei der energetischen Sanierung eines Wohngebäudes installiert wie der bewährte Klassiker – oft auch in Kombination mit einer Solarthermie-Anlage. 2018 waren Gas-Brennwertsysteme nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) erneut die am stärksten nachgefragte Technologie bei den in Deutschland neu installierten Heizungen.

Die Gründe dafür sind so naheliegend wie vielfältig:

  • Dank der hohen Absatzzahlen sind die Anschaffungskosten im Vergleich zu vielen anderen Heiztechnologien niedrig.
  • Gas-Brennwertheizungen arbeiten zuverlässig und sind wartungsarm.
  • Sie sind technisch ausgereift und erfüllen hohe Ansprüche an einen sparsamen Verbrauch.
  • Die Bedienung ist denkbar einfach und unkompliziert.
  • Gas-Brennwertheizungen sparen Platz, denn die meisten Modelle sind nicht größer als eine Waschmaschine. Bei kleiner dimensionierten Heizsystemen sind auch an der Wand hängende Geräte möglich.
  • Eine neue Brennwertheizung kann die Heizkosten gegenüber einem veralteten Modell um etwa 30 Prozent reduzieren.
  • Betrachtet man Flüssiggas und Heizöl im Vergleich, verursacht eine moderne Flüssiggasheizung 15 Prozent weniger klimaschädliches CO2 als eine Öl-Brennwertheizung.

Das Funktionsprinzip: ausgereifte Technologie im Heizungskeller

Eine Heizung mit Gas-Brennwerttechnik arbeitet besonders effizient, weil sie nicht nur die reine Verbrennungswärme nutzt, die bei der Verbrennung des Energieträgers entsteht, sondern zusätzlich auch die in den Abgasen enthaltene Wärme. Die Abgase des Verbrennungsvorgangs werden im Heizgerät unter den sogenannten Taupunkt von 55 °C heruntergekühlt. Dadurch wird die im Wasserdampf enthaltene Energie in Form von Kondensationswärme freigesetzt. Der Wärmegewinn erhöht sich so um bis zu neun Prozent, der Energiebedarf der Heizung reduziert sich gegenüber einem herkömmlichen Altgerät um bis zu 30 Prozent.

Eigenheimbesitzer, die eine Flüssiggasheizung verwenden, profitieren doppelt: von den Vorteilen des Energieträgers und von denen der Brennwerttechnik:

Heizung mit Gas-Brennwerttechnik: komfortabel und vielfältig einsetzbar

Gas-Brennwertheizungen lassen sich in vielen verschiedenen Bereichen einsetzen: in Ein- und Zweifamilienhäusern genauso wie in Mehrfamilienhäusern oder auch in Gewerbe und Industrie. Über eine leicht zu bedienende Regelung kann die Heizleistung stufenlos und bequem an den aktuellen Wärmebedarf in einem Gebäude angepasst werden. Die bedarfsgerechte Einstellung der Heizung erleichtert das Energiesparen.

Ihre Energie bezieht die Brennwertheizung aus dem Flüssiggas-Tank, der sich ober- oder unterirdisch im Garten eines Einfamilienhauses installieren lässt. Positiver Nebeneffekt: Im Keller entstehen neue Freiräume, die zum Beispiel für Hobbys genutzt werden können.

Flüssiggas installieren

 

Bei Fragen zu Flüssiggas-Heiztechnologien wenden sich Verbraucher am besten an ihren Heizungsinstallateur vor Ort.